Fernab von Grachtenromantik und Fahrräder in absoluter Lebensgefahr sind wir spontan in der Icebar gelandet, um freiwillig Drinks bei -10 °C zu testen. Ziemlich verrückt, aber auch ein einmaliges Erlebnis.
Wer bei sommerlichen Temperaturen in kurzer Hose und T-Shirt die Bar betritt, braucht sich keine Sorgen zu machen. Jeder Gast erhält eine Jacke sowie Handschuhe um die Zeit ohne Frostschäden zu überstehen.
Zunächst betritt man einen normalen Barbereich, der noch nicht erahnen lässt, wie kalt es im nächsten Abschnitt der Bar werden wird. In der Gewissheit seine Finger noch einigermaßen entspannt bewegen zu können, bekommt man eine kleine Videoeinführung und dann geht es endlich hinein in die arktische Kälte.

Dann heißt es „Ice, Ice, Baby“ und man hat die Wahl zwischen eiskalten Shots oder einem eiskalten Bier. Wir haben uns für zwei verschiedene Shots entschieden, die in einem Glas aus Eis serviert wurden. Spätestens dann wird einem klar, weshalb die Handschuhe eine nützliche Ausrüstung sind. Und man fragt sich: Ist es möglich aus einem Glas aus Eis zu trinken, ohne mit den Lippen daran festzukleben? (Spoiler: Ja, funktioniert!)
Während man sich in einer normalen Bar vermutlich länger aufhalten würde, geht es beim Besuch der Icebar eher um ein kurzweiliges und dennoch einmaliges Erlebnis. Denn sobald man den zweiten Shot ausgetrunken hat, heißt es schnell „Nichts wie raus hier…“
Zurück im warmen Barbereich, gab es zum Abschluss dann noch einen Cocktail.

Drei Drinks inklusive

Besonders cool: Man erhält mit seinem Eintrittsticket drei Gutscheine für Getränke. Zwei kann man in der Icebar einlösen, einen dann im normalen Barbereich. Das ist ein ziemlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Cooler Foto Spot

Natürlich ist die Icebar auch eine ziemlich gute Fotolocation.
Die eisige Kulisse mit Skulpturen aus Eis, die Beleuchtung und die dicken Jacken sorgen dafür, dass Fotos definitiv nicht nach einem klassischem Amsterdam-Städtetrip aussehen. Kleiner Tipp: Fotos möglichst direkt am Anfang machen, bevor man seine Finger nicht mehr spürt…

Fazit:

Der Besuch in der Eisbar ist vermutlich relativ kurz und im Vergleich zu einem klassischen Barabend, eher eine Experience. Man geht hinein, staunt, macht Fotos, trinkt aus Eisgläsern und freut sich anschließend wieder über normale Raumtemperatur.
Man sollte den Besuch in der Icebar nicht unbedingt als allerletzten Programmpunkt eines komplett durchgetakteten Sightseeing-Tages einplanen.
Viel lustiger ist es, das Erlebnis als kleinen Zwischenstopp einzubauen und danach irgendwo gemütlich essen oder etwas trinken zu gehen.
Denn nach -10 °C fühlt sich selbst ein durchschnittlich beheiztes Amsterdamer Restaurant plötzlich an wie ein Wellnesshotel.

Und genau deshalb hatten wir Spaß.

Wir würden die Icebar weniger als klassische Bar und vielmehr als kleine Attraktion betrachten. Man bezahlt für das Gesamtpaket aus Inszenierung, Eiswelt, Drinks und dem ziemlich absurden Erlebnis, mitten in Amsterdam plötzlich mit Winterjacke bei -10 °C aus einem Eisglas zu trinken.

Adresse:

XtraCold Icebar Amsterdam
Amstel 194, 1017 AG Amsterdam, Niederlande

Tickets gibt es hier!

Von Carina